Das kleine Schwarze & Co. Welcher Farbtyp kann Schwarz tragen?

In unserer Wahrnehmung ist Schwarz als elegante, vornehme und figurschmeichelnde Farbe fest verankert: Das berühmte "Kleine Schwarze" von Coco Chanel als Symbol schlichter Eleganz oder Weisheiten wie "schwarz passt zu allem" als auch "schwarz macht schlank" sind nur einige Beispiele dafür.

Ebenso definieren sich Berufsgruppen mittels schwarzer Kleidung, beispielsweise Künstler, Musiker oder denken Sie an den typischen, schwarzen Rollkragenpullover als stilisiertes Kennzeichen der Intellektuellen und Akademiker.

Modell aus reinem Kaschmir von Brunello Cucinelli (gesehen auf https://shop.brunellocucinelli.com/)

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In der Farbberatung kann die Farbe Schwarz zwei Ebenen bedienen: Zunächst die individuelle Ebene, die beleuchtet, ob Schwarz oder seine Abstufungen ein Bestandteil Ihrer persönlichen Farbpalette sind. Zweitens und davon losgelöst, die Stilebene. Ein Opernabend mit dem Dresscode "Black Tie" auf der Einladungskarte erlaubt beispielsweise wenig Spielraum. Wenn gesellschaftliche Anlässe eine bestimmte Kleiderordnung erfordern, ist es natürlich sinnvoll sich dem anzupassen.

Allerdings ist Schwarz nur für bestimmte Farbtypen geeignet. Das liegt darin begründet, dass reines Schwarz eine sehr intensive, kalttonige und dunkle Farbe ist, die nicht mit jedem Farbtyp gleich gut harmoniert. Nur wenn auch IHR Grundtyp kalt (-tonig), leuchtend und dunkel oder kontrastreich ist, unterstützt Schwarz harmonisch Ihr Gesamterscheinungsbild und bringt Sie zum Strahlen. In allen anderen Fällen überwältigt es Sie optisch eher oder lässt Ihre Gesichtszüge hart und Ihre Haut leider blass, mitunter ungesund aussehen.

Schwarz in seiner Reinform steht nur einem Farbtyp besonders gut, und das ist der True Winter. Einzig der True Winter kann die Intensität eines reinen Schwarz, aber auch eines reinen Weiß bewältigen. Damit ist dies der einzige Farbtyp, dem eine klassische Schwarz-Weiß-Kombination einen natürlichen Glow verleiht. Für den Bright Winter, Cool Winter, Dark Winter und auch den Dark Autumn funktionert Schwarz ebenfalls sehr gut, jedoch sollte nicht das reine Tintenschwarz, sondern Schwarz in der jeweils zum Farbtyp passenden Abstufung - auch wenn der Unterschied nur sehr subtil ausfällt - gewählt werden. Wie immer gilt: Auch das Kontrastlevel der Kleiderkombination ist wichtig - ein Schwarz in Schwarz Look beispielsweise funktioniert nicht für jeden der oben genannten Farbtypen gleich gut.

Schlichtes Blusenkleid von BOSS Casual (gesehen auf www.aboutyou.de)

Schlichtes Blusenkleid von BOSS Casual (gesehen auf www.aboutyou.de)

Aus meiner Praxiserfahrung weiß ich: Schwarz ist für einige meiner Kundinnen und Kunden eine Farbe, von der sie sich nur schwer lösen können. Ich gebe Ihnen daher sanft Impulse hin zu Alternativen zum klassischen Schwarz, die sich wunderbar in Ihre Alltagsgarderobe integrieren lassen. Oft kann man Kleidervorgaben im Büro oder Trends aus Magazinen nämlich mit kleinen Tricks clever auf den eigenen Farbtyp abwandeln.

Ich möchte an dieser Stelle zudem auf die sogenannte "Farbkonditionierung" eingehen. Im Laufe unseres Lebens gewöhnen wir uns an Farben, die wir mögen und zu denen wir immer wieder beim Kleiderkauf greifen und vice versa. Vielleicht haben Sie bereits bemerkt, dass Sie unzählige Hemden oder Blusen einer bestimmten Farbe oder eines bestimmten Stils in Ihrem Kleiderschrank haben? Das ist ein klassischer Effekt einer unbewussten Farbkonditionierung. Unser Auge hat sich so sehr an ein Kaufmuster gewöhnt, dass wir Kleidungsstücke, sobald sie davon abweichen als unpassend, mitunter sogar als unangenehm empfinden, und stattdessen immer wieder zu unseren Lieblingsfarben greifen. Aber: Dieser Effekt lässt sich unterbrechen! Sobald Sie IHRE persönliche Farbpalette kennen, empfehle ich Ihnen, sich Schritt für Schritt auf die neuen Farben einzulassen und bei jedem Neukauf eine Farbe entsprechend Ihrem Typ auszusuchen. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich Ihr Geschmack auf die neuen Farben einstellt und dass Sie Farben, die Sie früher bevorzugt haben - in vielen Fällen Schwarz, Grau, Dunkelblau - gar nicht mehr missen.

Und noch ein Tipp: Manche Menschen tragen dann die weniger geeigneten Farben untenrum, soll heißen, als Hose, Rock, Shorts oder Schuhwerk. Aber Achtung, wenn reines Schwarz nicht im Gleichklang mit Ihrem natürlichen Farbtyp ist, nimmt der Betrachter die widersprüchliche Farbkombinationen oder das unharmonische Kontrastlevel weiterhin als "nicht stimmig" wahr, das heißt, es entsteht keine optische Einheit. Dann tragen Sie eventuell das "richtige" Oberteil in Gesichtsnähe, aber es fehlt die Balance in Ihrem Gesamtlook, die erst entsteht, wenn Farben, Kontraste und Muster in Harmonie mit Ihrem jeweiligen Farbtyp gewählt werden.

Wenn Sie wissen möchten, welcher Farbtyp Sie sind und ob Sie schwarz besonders gut tragen können, buchen Sie gerne eine Online-Farbberatung bei A MOMENT FOR COLOR. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Herzlich, Ihre Maria

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