A Moment for Zen – Ein aufgeräumter Kleiderschrank

Was ist das Geheimnis aufgeräumter Kleiderschränke wie wir sie in Magazinen oder auf Instagram sehen? Wie schaffen es Menschen mit einer scheinbaren Leichtigkeit immer genau das passende Wow-Kleidungsstück aus ihrem Schrank zu zaubern?

In diesem Blog-Beitrag erkläre ich Ihnen, wie Sie in 7 Schritten mehr Zen in Ihren Kleiderschrank einziehen lassen. Ich verstehe die Schritte als ganzheitlichen Prozess – es handelt sich demnach um keine Sofort-Lösung, sondern setzt Denkanstöße in Gang, die Ihnen helfen, sich auch mit Ihrer Persönlichkeit, Ihren Wünschen und Ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Dieses System hat sich in meiner Praxis erfolgreich bewährt – probieren Sie es doch einfach einmal aus! Volle Kleiderschränke sind zumeist ein Symptom von Ziellosigkeit, Langeweile oder Blockaden. Haben Sie schon einmal ganz bewusst in sich hinein gehört, was Sie wirklich für sich möchten? Träumen Sie von einem Reise-Hobby, mehr Zeit mit Ihrem Partner oder davon einfach nur endlich Ihren Yoga-Gutschein einzulösen? Dann lassen Sie uns gemeinsam Platz und Raum dafür schaffen! Wenn das Erste, was in Ihren Blick fällt das Yoga-Outfit anstelle unübersichtlicher Schrankfächer ist, wird es Ihnen leichter fallen auf Ihr Mindset und Ihre Gesundheit zu achten. Denn dank mehr Zen im Kleiderschrank ist es auch einfacher, an die dafür nötigen Handwerkzeuge zu kommen.

Ein Großteil von uns hat überfüllte Kleiderschränke mit Stücken für jeden Anlass und jede Eventualität. Hier ein paar alte Shirts, Rucksäcke und Taschen, dort allerlei Modeschmuck oder verstaubte Accessoires. Dann gab es noch den ein oder anderen Fehlkauf, der an dem Model wirklich wunderbar aussah, an Ihnen aber nicht, ein, zwei Multi-Packs Unterhemden im Angebot und den Pullover, der zwar etwas zu knallig, aber auf einen unschlagbaren Preis reduziert war. Ehe Sie sich versehen, ist der Kleiderschrank gefüllt mit vielem, von dem Sie nicht mehr wissen, dass Sie es überhaupt besitzen, weil es zu weit nach hinten oder unten gerutscht ist.

Übervolle Kleiderschränke und Kommoden, ungeordnete Keller und vergessene Dachböden schaffen Energieblockaden, die Ihr "Sheng Chi", Ihre Lebenskraft, blockieren. Ein riesiger, fünftüriger Kleiderschrank, voll bepackt für alle Eventualitäten bindet Energien und Ressourcen, belastet Beziehungen und verhindert das Fließen des positiven Chis. Wenn Sie keine Freiräume mehr haben, alles zusammengepfercht und übervoll ist, wo sollen dann Ruhe und Harmonie Platz finden? Oft verlagern sich im weiteren Verlauf schleichend die Probleme, sammeln sich Wäscheberge und Chaos an anderen Stellen, werden Konflikte in weitere Wohn- und Lebensbereiche getragen. Alles hängt mit allem zusammen: Wenn Sie Offenheit und Ordnung in Ihren Kleiderschrank, Ihre Kommode oder Ihre Kammer bringen, werden Sie positive Veränderungen in anderen Lebensbereichen erfahren. Das Geheimnis aufgeräumter Kleiderschränke, wie wir sie in Magazinen und auf Instagram sehen, ist Reduktion.

Dabei sind die Grundprinzipien eines aufgeräumten Kleiderschrankes oder -zimmers immer die gleichen. Wie auch Sie diese unkompliziert umsetzen können, erläutere ich Ihnen Schritt für Schritt in diesem Blog-Beitrag. Außerdem erfahren Sie, welche Vorteile eine Farbberatung für mehr Zen im Kleiderschrank bringt. 

Chaos und Unübersichtlichkeit entstehen immer dann, wenn Ihre Kleidung und Accessoires keinen festen oder keinen logischen Platz haben. Umgekehrt muss auch nicht jeder verfügbare Platz genutzt werden. Freie Flächen wirken beruhigend und inspirierend.

Chaos und Unübersichtlichkeit entstehen immer dann, wenn Ihre Kleidung und Accessoires keinen festen oder keinen logischen Platz haben. Umgekehrt muss auch nicht jeder verfügbare Platz genutzt werden. Freie Flächen wirken beruhigend und inspirierend.

Schritt 1 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, was Ihnen steht.

Wie können Sie Ihren Besitz an Kleidern und Accessoires reduzieren, wenn Sie nicht wissen, was genau Ihrem Farb- und Stiltyp entspricht? Ohne diese Basis können Sie es zumindest nicht nachhaltig. Aus diesem Grund ist eine professionelle Farbberatung die beste Grundlage für mehr Zen in Ihrem Kleiderschrank.

Sie ermöglicht es Ihnen genau die Kleidungsstücke auszuwählen, die Ihnen schmeicheln und Sie zum Strahlen bringen. In meinem Ansatz geht es um das Behalten der Stücke, die ein "Perfect Fit" für Sie sind. Sie müssen nicht möglichst viele und breit gefächerte Kleidungsstücke besitzen, sondern nur solche in den genau für Sie richtigen Farben, Formen und Mustern. Wie genau das Konzept funktioniert, erfahren Sie hier. Eine professionelle Farbberatung gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie genau solche Kleidungsstücke unter der (eigentlich viel zu hohen) Masse an Möglichkeiten auswählen können. Sie können sich auf die Modetrends fokussieren, die perfekt zu Ihrem Farb- und Stiltyp passen und alle anderen getrost ignorieren, in dem Wissen, dass Sie nichts versäumen. So erlangen Sie die gewünschte Leichtigkeit und Stilsicherheit, die sich viele Menschen wünschen.

Schritt 2 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, welche Funktion Ihre Kleidung erfüllen muss.

Wenn Sie im Anschluss an eine Farbberatung Ihre besten Farben, Formen und Schnitte kennen, setzen Sie sich als Nächstes mit Ihren Wünschen und Anforderungen auseinander. Hierfür genügt übrigens eine unkomplizierte Skizze, es sind keine Excel-Listen oder komplexen Optimierungssysteme nötig!

A Moment for Zen – Ein aufgeräumter Kleiderschrank

Schreiben Sie auf, in welche Lebensbereiche sich Ihre Garderobe gliedert oder gliedern soll. Wenn Sie beispielsweise Zahnarzt mit einem Anglerhobby sind, wären das Berufskleidung, Freizeitkleidung und Hobbykleidung (Angelausrüstung). Wenn Sie sich Gedanken über Ihre tatsächliche Ist-Situation machen, werden Sie vielleicht feststellen, dass bestimmte Kleidungsstücke keine Funktion mehr in Ihrem aktuellen Leben haben. Eine Bestandsaufnahme lohnt sich übrigens mindestens alle fünf Jahre, da Ihre Lebensumstände und Interessen sich verändern.

Zeichnen Sie ein einfaches Kreisdiagramm, damit Sie die einzelnen Kategorien gewichten können. So sehen Sie auf einen Blick wie analog dazu die Gewichtung Ihrer entsprechenden Kleidung ausfallen sollte. Wenn Sie beispielsweise an sechs Tagen in der Woche Berufskleidung tragen, benötigen Sie deutlich weniger Freizeit- oder Anlasskleidung, als Sie vielleicht besitzen. Hier ist ein guter Ansatzpunkt der Reduktion.

Schritt 3 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, was Sie besitzen.

Nach Schritt 1 und 2 ist es nun an der Zeit sich ein oder zwei Tage – zum Beispiel ein Wochenende – Zeit zu nehmen und das „Cleaning“ anzugehen. Schaffen Sie sich eine schöne Atmosphäre und stimmen Sie sich mental auf ihr Projekt ein – machen Sie beispielsweise Ihren Lieblingsradiosender an, stellen Sie eine Karaffe Wasser bereit oder laden Sie Ihren besten Freund / Ihre beste Freundin zur Unterstützung ein. Ein „Cleaning“ kann viel Freude und Inspiration bringen, wenn Sie mit einer positiven Einstellung darangehen.

Der erste und wichtigste Schritt ist es, alle, wirklich alle – auch die auf vom Dachboden, im Keller, in der Gästewohnung, in der Garage befindlichen – Kleidungsstücke zusammenzutragen.

Geben Sie Ihren Kleidern eine Bühne – breiten Sie sie, nach Gruppen sortiert, auf Ihrem Bett aus, hängen Sie sie auf einen leeren, rollbaren Kleiderständer oder sortieren Sie sie auf dem Boden: Hosen zu Hosen, Shirts zu Shirts, Blusen zu Blusen, etc. Wahrscheinlich sind Sie am Ende überrascht von der Fülle Ihres Bestandes, es sei denn Sie praktizieren schon länger einen minimalistischen Lebensstil. Aber selbst dann sind viele Kunden überrascht, wie viel sich in den unterschiedlichen Wohnbereichen außerhalb des Kleiderschrankes noch versteckt gehalten hat.

A Moment for Zen – Ein aufgeräumter Kleiderschrank
A Moment for Zen – Ein aufgeräumter Kleiderschrank

Schritt 4 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, was Sie behalten möchten.

Aus Ihrer zusammengetragenen und gruppierten Kleidung suchen Sie sich nun als Erstes Ihre drei bis fünf liebsten Stücke heraus. Falls diese nicht Ihrem Farbtyp entsprechen, ist das zunächst nicht entscheidend.

Überlegen Sie: Was macht diese Kleidungsstücke besonders? Sind sie besonders bequem und pflegeleicht? Passen sie besonders gut zu Ihrer Persönlichkeit? Mögen Sie das Material?

Hängen oder legen Sie diese Lieblingsstücke in Sichtweite und orientieren Sie sich an ihnen, wenn Sie im Folgenden Ihre gruppierten Kleiderstapel durchgehen.

Tipp: Denken Sie an diese Kleider, wenn Sie später einmal ein neues Kleidungsstück kaufen. Erfüllt es Ihre Kriterien, um ein neues Lieblingsstück zu werden und entspricht es Ihrem Farb- / Stiltyp? Wenn nein, kaufen Sie es nicht.

Ich schlage Ihnen vor, dass Sie – je nach Gewichtung Ihrer verschiedenen Lebensbereiche aus Schritt 2 – maximal fünf Teile einer Kleideruntergruppe auswählen. Wenn Sie weniger als fünf davon besitzen, umso besser.

Oft genügt es zügig nach Ihrer spontanen Intuition zu selektieren, und zwar nach den folgenden Kriterien:

  • Passt dieses Kleidungsstück zu mir und meinem Farbtyp, siehe Schritt 1?

  • Passt es zu meinem Lebensstil und meinen Bedürfnissen, siehe Schritt 2?

  • Ist es praktisch und vielseitig einsetzbar, d. h. lässt es sich einfach kombinieren?

  • Brauche ich dreißig Paar Kuschelsocken? Bitte die 5-Teile-Regel beachten.

  • Wie oft habe ich den selbstgestrickten Pulli meiner Patentante / das gute Twin-Set / das lieb gemeinte Weihnachtsgeschenk meiner Mutter jemals getragen? Behalten Sie nur Kleidungsstücke, die Sie auch wirklich tragen.

  • Handelt es sich um eine „Schrankleiche“, wie zum Beispiel der Herrenanzug aus Berufseinsteigerzeiten? Dinge, die nicht mehr für uns funktionieren, siehe Schritt 2, nehmen Platz und Raum ein, verströmen "Sha Chi" und werden zu einer unnötigen Belastung. Bitte entsorgen Sie sie fair und ökologisch, zum Beispiel durch eine Kleiderspende.

Vielleicht fällt Ihnen beim Selektieren und Kategorisieren auf, dass Ihnen in bestimmten Bereichen sogar Kleidungsstücke fehlen? Vielleicht haben Sie fünfzig verschiedene Oberteile, aber keinen Pullover, der auch mal beim Kochen mit Bratfett bespritzt werden darf? Manche Kleidungsstücke müssen einfach praktisch sein. Ein unifarbenes Shirt aus Bio-Baumwolle ist beispielsweise ein fantastischer Allrounder für Arbeiten im Haus.

Schritt 5 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, ob Ihre Auswahl dem Praxistest standhält.

Nachdem Sie nun alles selektiert und kategorisiert haben, kommt der Rest erst einmal in Boxen oder ordentlich gestapelt in eine Kammer. Ausgenommen das, wovon Sie sich direkt verabschieden können. Wenn Sie in den nächsten zwei bis drei Wochen etwas vermissen oder es Ihnen ganz praktisch im Alltag fehlt, nehmen Sie es wieder aus den Boxen. Manchmal war man zu voreilig und hat vergessen, dass die „hässliche“ Regenjacke eben doch ganz praktisch ist, wenn es regnet.

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Schritt 6 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, wo der logischste Platz für Ihre Kleidung ist.

Bevor Sie im nächsten Schritt irgendetwas wieder einräumen, kommt nun ein wichtiger Schritt, den Sie bitte nicht auslassen: Machen Sie sich Gedanken oder eine kurze Skizze, was Sie oft brauchen, wo Sie gut herankommen müssen oder was eingelagert werden kann, zum Beispiel Saisonware.

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt Fächer neu und nach logischen Prinzipien zu belegen, dann Raumsparbügel anzuschaffen und Boxen als Ordnungshelfer einzuführen, beispielsweise für Ihre zwei Paar Kuschelsocken, weil Sie sich von den anderen achtundzwanzig getrennt haben.

Wenn Sie nicht gerne Kleidungsstücke falten und zusammenlegen, dann hängen Sie Ihre Pullover und Blusen doch jetzt einfach alle auf und nehmen Sie die freien Regalbretter im Anschluss gänzlich ab. Auf einmal haben Sie jetzt vielleicht Platz für eine Schminkkommode.

Sie können ein Regalfach mit Sportkleidung und Sportaccessoires bestücken und im besten Fall haben Sie jetzt auch Platz für Ihre Sporttasche gleich daneben, anstatt sie wie sonst mühsam irgendwo zwei Zimmer weiter in der Garderobe zu suchen. Wenn Sie jedes zweites Wochenende zu Ihrer Fernbeziehung in eine andere Stadt fahren, stellen Sie doch gleich Ihren Weekender in das unterste Fach. Wenn Sie hingegen nur einmal im Jahr nach Maui fliegen, müssen Ihre Badesachen nicht unbedingt auf Augenhöhe den besten Regalplatz einnehmen. Sie können auch in eine Box zu den Strandtüchern, etc. Auf diese Weise gruppieren Sie Ihre Kleidung nach Ihren Bedürfnissen. Bei Mehr-Personen-Haushalten gilt: Jeder sollte den Platz eines Kleidungsstückes oder eines Gegenstandes kennen. Denn nur was keinen festen Platz hat, liegt herum.

A Moment for Zen – Ein aufgeräumter Kleiderschrank

Schritt 7 für mehr Zen im Kleiderschrank

Wissen, was nicht in den Kleiderschrank gehört.

Grundsätzlich empfehle ich Ihnen, Spezialausrüstung wie Ihre Skikleidung oder Tauchutensilien aus dem Kleiderschrank herauszuhalten, ebenso wie Koffer. Der Schlafbereich, an den der Kleiderbereich zumeist angegliedert ist, sollte zwingend frei und luftig gestaltet werden, damit die Energien gut fließen, vor allem aber, damit Sie entspannen können. Es gibt zahlreiche Stauraumlösungen außerhalb des Schlaf- oder Kleiderbereiches, die für solche Zwecke zum Einsatz kommen können. In kleinen Wohnungen können Sie den Flur umfunktionieren oder abteilen, in Ihrem Haus können Sie beispielsweise den Dachboden dafür nutzen.

 

Wenn auch Sie Interesse an einer Farbberatung oder einer geführten Cleaning-Session bei Ihnen zuhause haben, schreiben Sie mich gerne an.

Herzlich, Ihre Maria

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